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Lebenserwartung je nach Versicherung verschieden

Zuletzt aktualisiert: 9. Februar 2013

Versicherungsvertreter erzählen gerne Horror-Storys über steigende Lebenserwartung. Steinalt werden wir angeblich und brauchen deshalb unbedingt eine private Rentenversicherung. Der  Versicherungsmathematiker Axel H. Kleinlein hat aber nun etwas Erstaunliches herausgefunden: Die Versicherer verwenden die Lebenserwartungsstatistiken („Sterbetafeln„)  offenbar immer so, wie es gerade am besten passt.

Bei Neuabschlüssen für Privatrenten kalkulieren die Gesellschaften z.B. mit einer Lebenserwartung von 95 Jahren bei einem heute 20-jährigem Mann – will der gleiche Kunde aber eine Todesfall-Versicherung abschließen, hat er nur eine kalkulierte Lebenserwartung von 72 Jahren. Macht mal eben ein knappes Vierteljahrhundert Unterschied.

Sterbetafel/ Lebenserwartung Statistisches Bundesamt ganz anders

Der Hintergrund: Setzt man eine hohe Lebenserwartung bei Privatrenten an, fallen die garantierten Ansprüche gering aus, somit sinkt das Risiko für die Versicherung. Setzt man eine niedrige Lebenserwartung bei Todesfallversicherungen an, können höhere Prämien verlangt werden.

Das Statistische Bundesamt geht übrigens bei einem heute 20-jährigem von einer Lebenserwartung von 76 Jahren aus, 19 Jahre weniger als die privaten Rentenversicherer ansetzen.



Kommentare

31. Mai 2005 um 13:11

@Raider: Danke f

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Raider 29. Mai 2005 um 10:53

Mit Verlaub, lese gerne finblog. Doch eine Anmerkung, weil ich mit professionell mit Versicherungsmathematik befasse: Das "Herausgefundene" ist eigentlich nicht erstaunlich, sondern eine Selbstverst

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