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Familienrecht: 230 Euro Unterhalt weniger für Geschiedene

Viel Wind um die neue „Düsseldorfer Tabelle“, die als Grundlage für Unterhaltungsberechnungen verwendet wird: Erstmals wurden zum 1. Juli die Regelsätze für Kinder leicht abgesenkt, da die Nettoeinkommen gesunken waren. Das macht unterm Strich eine Einbuße von zwei bis vier Euro monatlich aus, aber die Aufregung um geringeren Unterhalt für Scheidungskinder war riesengroß.

Ein viel wesentlichere Änderung in der „Düsseldorfer Tabelle“ wurde entweder gar nicht nur am Rande erwähnt: Geschiedene bekommen bis zu 230 Euro weniger – monatlich. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat nämlich die Selbstbehalt-Sätze erheblich heraufgesetzt, wie mir Christoph Thieme, ein befreundeter Fachanwalt für Familienrecht und Herrchen von „Trulla“, beim Gassigehen erzählte.

Statt 770 Euro (nicht erwerbstätig) und 890 Euro (erwerbstätig) sind es jetzt einheitlich 1000 Euro. Selbstbehalt bedeutet: So viel ist einem Unterhaltspflichtigem mindestens zu belassen. Ein Rentner z.B. mit geringer Rente, der noch an seine Ex zahlen muss, hat dadurch bis zu 230 Euro künftig monatlich mehr – seine Ex in gleicher Höhe künftig weniger.

Der neue Selbstbehalt gilt aber nur gegenüber Geschiedenen. Gegenüber minderjährigen Kindern betragen die Selbstbehalte 770 und 900 Euro. Betroffen sind also in erster Linie Geschiedene ohne Kinder oder ältere Geschiedene, deren Kinder längst auf eigenen Beinen stehen.

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