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Aktien kaufen: Gelassenheit bringt mehr Rendite

Zuletzt aktualisiert: 7. Juli 2013

Beim Aktienkauf sollten vor allem Anfänger wissen: „Hin und her, Taschen leer. So lautet eine alte Börsenweisheit. Ihre Bedeutung ist simpel: Das Kaufen und Verkaufen von Aktien in schneller Abfolge kostet Nerven und vor allem viel Geld, also Rendite. Die bessere Strategie: breite Streuung des Kapitals sowie Gelassenheit und Geduld bei einer möglichst langfristigen Anlagestrategie mit Aktien.

Es liegt in seiner Natur, dass der Mensch als Anleger möglichst viel Gewinn machen möchte. Insbesondere Privatinvestoren versuchen, die Rendite ihres Aktiendepots durch häufiges Umschichten, also den schnellen Kauf und Verkauf der Werte, zu verbessern. „Timing“ lautet der Fachbegriff für den Versuch insbesondere von Aktien- und Aktienfondsanleger, beim Kauf stets den niedrigsten und beim Verkauf immer den höchsten Kurs zu treffen. „Doch das gelingt auf Dauer niemandem“, weiß Reinhard Berben, Geschäftsführer Deutschland der Fondsgesellschaft Franklin Templeton Investments.

Zumal bei jedem Umschichten Kosten, so genannte Transaktionsgebühren, anfallen. „Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass vor allem Aktieninvestoren mit ihrer Strategie des häufigen Umschichtens eher das Gegenteil erreichen“, sagt Prof. Martin Weber, Inhaber des Lehrstuhls für Bankbetriebslehre an der Universität Mannheim.

Häufiges Aktien kaufen und verkaufen drückt die Nettorendite

Im Jahr 2000 veröffentlichten die beiden Ökonomen Brad M. Barber und Terrance Odean eine bis heute viel beachtete Studie, in der sie die Handelshäufigkeit eines Anlegers ins Verhältnis setzten zur dabei erreichten Brutto- und Netto-Rendite. Auf der Grundlage von Daten eines großen US-amerikanischen Brokerhauses unterschieden die beiden Wissenschaftler fünf Handelshäufigkeiten. Von der Kategorie 1 mit monatlich „geringem Handelsumsatz“ bis zur höchsten Kategorie 5 mit „hohem Umsatz“. Das Ergebnis: In allen fünf Kategorien war die Bruttorendite, die die Aktieninvestoren aufs Jahr gerechnet erzielten, in etwa gleich hoch. „Doch mit wachsender Handelshäufigkeit ermäßigte sich die Nettorendite erheblich“, erklärt Prof. Martin Weber. Jene Investoren mit dem höchsten monatlichen Handelsumsatz erreichten wegen der Kosten beim häufigen Umschichten eine Nettorendite, die rund fünf Prozentpunkte unter dem Bruttoertrag lag.

Wohl jeder Anleger träumt davon, dass er in seinem Depot eine zweite Google-Aktie oder Apple-Aktie hat. Das ist zwar möglich, aber eher unwahrscheinlich. Bei längerfristig angelegten Aktieninvestments gibt es zu einer breiten Streuung – über unterschiedliche Branchen und Regionen, in Standardwerte, die so genannten Blue Chips und geringer kapitalisierte Unternehmen – keine ernst zu nehmende Alternative. Die Erfahrung zeigt, dass durch eine solche Diversifizierung das Risiko von Aktienanlagen erheblich verringert werden kann.

Doch dieser Risikopuffer ist den meisten Privatanlegern, die Aktien bevorzugen, nicht zugänglich, weil ihnen für die breite Abdeckung das erforderliche Kapital fehlt. Deshalb versuchen sie, diesen Mangel durch häufige Depotumschichtungen wettzumachen. „Was aufgrund der dabei anfallenden Kosten zwangsläufig zu einer spürbaren Verringerung der Nettorendite führt“, sagt Reinhard Berben von Franklin Templeton.

Das Fazit: Gelassenheit und Geduld machen sich bei der Aktienanlage auf Dauer durch höhere Renditen bezahlt. Aktienfonds sind in dieser Hinsicht pflegeleicht. Vor dem Kauf von Anteilen sollten Anleger ihre eigene Risikobereitschaft überprüfen und den zeitlichen Horizont definieren.

Dieser Artikel wurde verfasst von Hajo Simons, und zwar für die Franklin-Templeton-Artikelserie „„.



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