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Das Wahnzins-Konto der LV 1871

Wer sagt denn bloss, dass Lebensversicherer immer biedere Werbung machen? Die LV 1871 aus München ist das aktuelle Beispiel dafür, dass auch Lebensversicherer-Werbung durchaus prollig und unseriös klingen kann: Neu bei der LV 1871: Wahnzins-Konto mit Wahnsinns-Zins. Boh ey, wattn da los?

Zmax setzt voraus, dass der Anleger zu Vertragsbeginn einen einmaligen Anlagebetrag von mindestens 10.000 Euro einzahlt. Dieser Betrag wird mit einem jeweils für das Kalenderquartal garantierten Zinssatz von der LV 1871 verzinst. Dabei liegt der Jahreszinssatz mit derzeit 3,3 Prozent deutlich über dem üblicher Sparkonten. Der aktuelle Zinssatz wird bis zum 31. Dezember 2006 garantiert.

3,3 Prozent! Bis Jahresende garantiert! Das ist der Wahnsinn – Hölle, Hölle, Hölle!
Es handelt sich dabei um einen Kapitalisierungsvertrag nach dem Versicherungsaufsichtsgesetz, so ne Art Festgeld eines Lebensversichererers. Dagegen ist nichts einzuwenden. Gespannt bin ich aber darauf, wie der Zins dann im Folgequartal aussieht. Denn laut AGB zieht die LV 1871 vom deklarierten Zins einen Prozentpunkt ab für Abschluss und Vertragsverwaltung. Demnach müssten derzeit mindestens 4,3 Prozent Zins erwirtschaftet werden – bei einer Umlaufrendite von knapp 4 Prozent.

Oder man sieht das als klassischen Lockzins. Wenn die Leute dann im nächsten Jahr mit dem neuen Zins nicht mehr zufrieden sind, kann man ihnen ja das Umschichten in eine Rentenversicherung gegen Einmalbeitrag nahelegen.
Wahnsinnig originell.

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Bewertungen & Erfahrungen: Finanzexperte Andreas Kunze » Finanzwissen » Das Wahnzins-Konto der LV 1871
Die Umlaufrendite ist die gewichtete durchschnittliche Rendite ausgewählter öffentlicher Anleihen und sonstiger festverzinslicher Wertpapiere von inländischen Emittenten erster Bonität. Die Umlaufrendite wird von der Bundesbank ermittelt und gilt als Referenzzinssatz für das Zinsniveau. Sie ist in Deutschland für den Rentenmarkt ähnlich bedeutsam wie der DAX für den Aktienmarkt. Quelle: Wikipedia