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Einlagensicherung künftig auch bei Sparkassen

Zuletzt aktualisiert: 22. April 2015

Die bisherige Institutssicherung der Sparkassen wird um eine Einlagensicherungsfunktion ergänzt, berichtet der Deutschen Sparkassen- und Giroverbande (DSGV). Damit sei im Einlagensicherungsfall jeder Kunde von Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen pro Institut abhängig von seiner Einlagenhöhe mit bis zu 100.000 Euro abgesichert. Ein Antrag auf Anerkennung werde an die zuständige Bankenaufsicht gestellt.

Bislang gab es lediglich eine Art Beistandserklärung: Sparkassen versprachen, bei Pleiten anderer Sparkassen einzuspringen und Kunden zu entschädigen. Einen Einlagensicherungsfonds wie bei privaten Banken gab es allerdings nicht.

Die Mitglieder des DSGV einigten sich heute u.a. auf eine Beitragsverteilung für die Sicherungsmittel. Dabei werden die Sparkassen 49,4 Prozent, die Landesbanken 44,1 Prozent und die Landesbausparkassen 6,5 Prozent tragen. Sollten künftig wegen steigender Volumina der gesicherten Einlagen weitere Sicherungsmittel notwendig werden, so werden diese durch die jeweilige Institutsgruppe innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe aufgebracht.

Das erweiterte Sicherungssystem soll mit Wirkung zum 3. Juli 2015 in Kraft treten und vollzieht die Anforderungen der EU-Einlagensicherungsrichtlinie und des deutschen Einlagensicherungsgesetzes nach, das sich derzeit noch in der abschließenden Gesetzesberatung befindet und ebenfalls zum 3. Juli 2015 in Kraft treten soll.



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