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Forward-Darlehen: Kündigung möglich, aber…

Zuletzt aktualisiert: 20. März 2018

Forward-Darlehen kündigen? Einige Kunden mit Forward-Darlehen stellen sich diese Frage, denn sie wollten vor steigenden Zinsen gewappnet zu sein – stattdessen fielen die Zinsen für Baugeld. Wie kommt man aus einem Forward-Darlehen eigentlich noch raus, ist die Kündigung eines Forward-Darlehens möglich?

Mit einem Forward-Darlehen lassen sich Zinsen, Monatsrate und sonstige Konditionen bis zu fünf Jahre im Voraus verbindlich festgelegen. Der Zinssatz ist einige Zehntel Prozentpunkte höher als für Darlehen, die sofort ausgezahlt werden. Es handelt sich um eine Art Wette auf die Zinsentwicklung – und wie bei jeder Wette kann der Kunde auch verlieren. Das passiert dann, wenn die Zinsen nicht steigen, sondern sinken.

An Konditionen des Forward Darlehens gebunden

Wer dann auf einem teureren Forward-Darlehen-Vertrag sitzt, würde vermutlich gerne auf die festgeschriebene Finanzierung verzichten. Allerdings sollten Kunden wissen: „Sie sind an die vereinbarten Konditionen gebunden“, sagt Jörg Sahr, Baufinanzierungsexperte der Stiftung Warentest. Wer das Baugeld des Forward-Darlehens nicht abruft, muss eine „Nichtabnahmeentschädigung“ zahlen – ähnlich wie bei einem laufenden Baukredit, der gekündigt wird.

Damit soll der Kunde für den entgangenen Gewinn aufkommen. Dazu kommt ein Zinsschaden, falls die Bank das Geld nach einem Zinsrückgang nicht mehr zum vereinbarten Zinssatz verleihen kann. „Dabei kommt es sehr auf den jeweiligen Vertrag an“, sagt Jörg Sahr. „Waren Kündigungs- und Sondertilgungsrechte vereinbart, wäre das bei der Entschädigung zugunsten des Kunden zu berücksichtigen.“ Solche Optionen kosten aber zumeist weitere Zinsaufschläge.

Vor Auszahlung des Forward-Darlehens wird Bonität erneut geprüft

Eine Möglichkeit, ohne Schaden aus dem Forward-Darlehen herauszukommen: Wenn die Banker selber will Baugeld nicht auszahlen will und den Vertrag kündigt. Vielen Kunden unbekannt: Mitunter behalten sich die Banken bei Forward-Darlehen vor, einige Monate vor der vereinbarten Auszahlung die Bonität erneut zu prüfen und gegebenenfalls den Kredit noch abzulehnen. Damit wollen die Kreditinstitute zum Beispiel darauf reagieren können, wenn der Kunde z.B. seinen Job verloren hat.

Rein theoretisch könnte ein Forward-Darlehen-Kunde provozieren, dass die Bank auf den Kredit verzichtet, etwa indem er mit überzogenen Konten oder unbezahlten Rechnungen Schufa-Einträge „produziert“. Aber das könnte langfristig nachteilige Folgen für die Kreditwürdigkeit haben. Hinzu kommt: Bei einigen Verträgen ist der Kunde sogar dann zur Entschädigung verpflichtet, wenn die Bank von sich aus wegen verminderter Bonität aussteigt.



Kommentare

Christmann 24. Januar 2018 um 09:41

Hallo, wir haben vor ca. zwei Jahren eine weiter Finanzierung von unserer Wohnung gemacht, jetzt haben wir uns entschieden zu Bauen und wollen aus dem Vertrag. Die Folgefinanzierung beginnt am 09/2018, welche
Möglichkeit haben wir aus dem Vertrag zu kommen?
MfG
Nicole Christmann

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