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Forward-Darlehen: Parallel-Darlehen als Alternative

Zuletzt aktualisiert: 4. September 2013

Wer als Baufinanzierer sich das aktuelle Zinsniveau für eine Anschlussfinanzierung sichern will, muss das nicht unbedingt mit einem Forward-Darlehen tun. Das Parallel-Darlehen mit Bereitstellungszinsen kann eine sinnvolle Alternative sein und sollte in den Vergleich mit einbezogen werden.

Die einfachste Möglichkeit, sich die aktuellen Zinsen zu sichern, wäre der sofortige Wechsel vom bestehenden Immobilienkredit in einen günstigeren, entweder bei der gleichen oder bei einer anderen Bank. Das ist ohne Probleme möglich, wenn das alte Darlehen mit mehr als 10-jähriger Zinsbindung bereits länger als 10 Jahre läuft. Wird die Immobilie verkauft, hat der Kreditkunde schon bei Laufzeiten unterhalb von 10 Jahren einen Anspruch darauf, aus dem Vertrag herauszukommen. Die Bank kann aber im Gegenzug eine Vorfälligkeitsentschädigung beanspruchen (BGH, Az: XI ZR 226/02). Das lohnt sich in der Regel nicht.

Zeitlicher Verzicht auf Bereitstellungszinsen

Häuslebauer können aber auch parallel zum alten einen neuen, günstigeren Kredit aufnehmen, sozusagen als vorgezogene Anschlussfinanzierung. Dafür müssen sie erst nach einer dreimonatigen Vorlaufzeit, also ab dem vierten Monat, sogenannte Bereitstellungszinsen, und zwar solange wie sie das Darlehen nicht bei der Bank abrufen. Der Zinssatz für die Bereitstellungszinsen liegt meist bei 0,25 Prozent der Kreditsumme im Monat, also drei Prozent für ein volles Jahr.

Aber: Manche Banken verzichten bis zu zwölf Monate auf Bereitstellungszinsen. Empfehlenswert ist das vor allem dann, wenn das alte Darlehen in Kürze ausläuft. Im Vergleich zum Vorward-Darlehen spart der Baufinanzierer den Zinsaufschlag, der über die gesamte Vertragslaufzeit zu zahlen ist.
Für Forward-Darlehen, die innerhalb von sechs bis zwölf Monaten abgerufen werden, verzichten zahlreiche Banken mittlerweile ebenfalls auf einen Zusatzzins – aber nicht alle Banken bieten Forward-Darlehen an. Das Parallel-Darlehen eignet sich sich somit z.B. dann, wenn der Kunde von seiner bisherigen Bank ein günstiges Angebot bekommt, eine Forward-Option aber nicht möglich ist.
Der Nachteil: Durch den verzögerten Kreditabruf fällt die effektive Zinsbindung kürzer aus, zudem ist damit weniger Tilgung verbunden – die Restschuld ist am Ende höher.


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