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Gothaer-Studie: Deutsche wollen neue Rentenform

Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2013

Was müsste bei der gesetzlichen Rente passieren, wie wird privat vorgesorgt? In der Studie „Arbeit und Rente – gestern, heute und morgen“ hat die Gothaer Versicherung 2012 mit Forsa nachgefragt. Befragt wurden 1518 Personen zwischen 20 und 70 Jahren in Deutschland per In Home-Befragung im Rahmen des bevölkerungsrepräsentativen Panels forsa.omninet. Ein Ergebnis: Eine große Mehrheit will, dass Beamte und Selbstständige in die gesetzliche Rente einzahlen. Zudem zeigt sich, dass die jüngere Generation immer öfter  Teilzeit arbeitet, den Arbeitgeber wechselt oder zeitweise arbeitslos ist.

Beamte, Selbstständige sollen für Rente zahlen

Die gesetzliche Rente kommt bei den Deutschen nicht gut weg (was m.E. natürlich auch das Ergebnis von jahrelanger Anti-Berichterstattung der Finanzwirtschaft ist). 56 Prozent würden die Beiträge, die sie in die gesetzliche Rente einzahlen, lieber privat anlegen, so die Gothaer-Studie „Arbeit und Rente – gestern, heute und morgen“. Und 90 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass das Rentensystem reformiert werden muss. Was aber sollte bei der gesetzlichen Rente geändert werden. Hier die Meinungen:

  • Beamte und Selbständige sollten einbezogen werden (83 Prozent)
  • Teilweise Finanzierung der Rente durch Steuermittel (58 Prozent)
  • Anhebung des Rentenalters (10 Prozent)
  • Anhebung der Rentenbeiträge (22 Prozent)

Privatrente als Thema

Wie wie viele Menschen beschäftigen sich mit der Rente? 78 Prozent machen das sogar häufig oder zumindest hin und wieder. Bei den 20- bis 30-Jährigen befassen sich 63 Prozent mit diesem Thema. Bei der von den meisten gewünschten privaten Vorsorge setzen 48 Prozent laut Studie der Gothaer auf Lebens- oder Rentenversicherungen, bei den 31- bis 40-Jährigen 58 Prozent, bei den 41- bis 50-Jährigen sind das sogar 60 Prozent. 40 Prozent aller Befragten investieren in Immobilien, 37 Prozent vertrauen auf das Sparbuch oder Banksparpläne.

Altersvorsorge-Selbsteinschätzung

Knapp die Hälfte der Befragten meint, dass sie ausreichend vorgesorgt hat, 43 Prozent meinen laut Gothaer-Studie, dass sie mehr tun müssten. Bei den 20- bis 30-Jährigen sind es sogar 61 Prozent, bei den Menschen mit einem Einkommen von unter 1500 Euro 68 Prozent. Der Hauptgrund für fehlende Vorsorge werden an erster Stelle nicht ausreichende finanzielle Mittel (77 Prozent) genannt, 39 Prozent nennen Zweifel an der Sicherheit der Produkte, 23 Prozent geben das Geld lieber für andere Dinge aus.

Gothaer gegen private Zwangsrente

Dr. Werner Görg, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Versicherungen, sagt zu den Ergebnissen der Studie: „Aus unserer Sicht kann eine erfolgreiche Reform nur gelingen, wenn auf mittlere Sicht ein Transfer zu einem zumindest zu einem großen Teil kapitalgedeckten System erfolgt.“Görg weiter: „Staatliche Förderung ist dabei ein wichtiger Anreiz, der Zwang zu privater Vorsorge würde aber eine falsche Sicherheit der Systeme signalisieren. Ein wichtiges Instrument ist aus unserer Sicht die Förderung der betrieblichen Altersvorsorge, denn damit erreicht man einen Großteil der Menschen.“



Kommentare

11. Oktober 2012 um 23:20

Natürlich will der gute Herr von der Gothaer einen größeren Übergang zur Kapitalgedeckten Rente. Bisher konnte mir aber noch kein Versicherungsmensch erklären wie dies zu bewerkstelligen ist wenn die BRD in der gleichen Zeit keine neuen Schulden aufnehmen möchte und dann graduell Altschulden abbauen – was zu einem sehr niedrigen Zinsniveau führen wird und den Versicherer in riskantere Produkte zwingt (was Solvency II dann weiter erschwert). Letztlich ist der Vermögensberg auf dem die ältere Generation momentan sitzt größtenteils auf der anderen Seite eine Schuld eines Staates, einer Bank oder sonstigen Unternehmens etc.., das muss auch noch abgebaut werden wenn diese Menschen ihre Vermögen ableben während die jüngere Generation kaum kreditwürdig ist. Dies drückt auch den Wert meiner langfristigen Anlagen. 

Was ich befürchte ist, dass ich nun gezwungen bin auf der gesetzlichen Schiene die aktuellen Renten zu bezahlen während ich für jeden Euro den ich einzahle immer weniger Ansprüche im Vergleich zur aktuellen Rentnergeneration erhalte. Dann soll nochmal 10% vom Einkommen in ein Produkt mit mieser Rendite drücken wo ich am Ende nach Steuern wesentlich weniger rausbekomme. Als Mann mit einer statistisch kürzeren Lebenserwartung erhalte ich generell wegen der Unisex Produkte weniger zurück als ich einzahle da die höheren Lebenserwartungen von Frauen quersubventioniert werden. Selbstständigkeit klingt da wesentlich besser, damit muss ich zumindest einen Teil der Party der Vorgängergeneration nicht mehr bezahlen.Da lege ich das Geld lieber selbst an, statt die Provision an nen Versicherer abzudrücken für miese Rendite kann ich dann einen Teil des Geldes selber in den Puff tragen und bin am Ende glücklicher. 

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