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Hausverkauf: Mit oder privat ohne Makler?

Zuletzt aktualisiert: 30. März 2017

Wer ein Haus oder eine Wohnung verkaufen will, der steht vor der Frage: Mit oder ohne Makler? Beides kann Vorteile und Nachteile haben. Wir haben einige Pros und Contras für die Diskussion rund um den Hausverkauf zusammengestellt.

Immobilienmakler sind mitunter ähnlich beliebt wie Versicherungsvertreter. Ihre Provision wird als unangemessen hoch im Verhältnis zur Arbeit empfunden, die die Vermittlung einer Wohnung oder eines Hauses mit sich bringt. Je nach Bundesland fordern Immobilienmakler knapp sechs bis sieben Prozent des Kaufpreises (inklusive Umsatzsteuer) als Courtage. Bei einem Kaufpreis von z.B. 125.000 Euro sind das mindestens 7.500 Euro. Im günstigsten Fall ist es schnell verdientes Geld, wenn eine Eigentumswohnung innerhalb weniger Tage mit vielleicht einer Besichtigung einen neuen Eigentümer gefunden hat.

Die Immobilien-Makler halten dagegen, dass solche Blitzvermittlungen die Ausnahme sind und es oft Monate mit unzähligen Kundenkontakten dauere, bis ein Objekt vermittelt wird. Und nur bei Erfolg verdiene ein Immobilienmakler Geld. Einige Argumente für und gegen Immobilienmakler.

Pro Makler – die Kundenkartei: Ein langjährig tätiger Immobilienmakler hat in der Regel einige mögliche Interessenten im Computer, die einen Wunsch hinterlassen haben und gezielt bei neuen Angeboten angesprochen werden können. Das kann die Vermittlung beschleunigen. Der Privatmann als Selbstvermittler hat eine solche Kundenkartei vermutlich nicht.

 

Pro Makler – die Marktkenntnis: Ein versierter Immobilienmakler hat ein Gespür dafür, welcher Preis realistisch ist und bewahrt seinen Auftraggeber davor, wegen falscher Preisvorstellung über lange Zeit vergeblich auf Interessenten zu warten. Ein Profi sollte zudem in der Lage sein, eine Immobilie attraktiv zu beschreiben und die Werbung an den richtigen Stellen zu veröffentlichen (z.B. Zeitungen, Zeitschriften, Internet, Ladenlokal).

Pro Makler – das Verkaufsgeschick: Was an ihnen mitunter als nervend empfunden wird, nutzt dem Auftraggeber. Ein guter Immobilienmakler kann verkaufen, stellt bei Besichtigungen die Vorzüge heraus und weiß, wie Schwächen kleingeredet werden. An Interessenten bleibt er daran und hakt nach, ob weitere Informationen nötig sind – das liegt nicht jedem.

„Ohne Makler“ , „ohne Courtage“ fällt besonders auf

Contra Makler – die Aufmerksamkeit: Inserate mit Hinweisen wie „keine Maklerprovision“ oder „ohne Makler“ fallen besonders auf und wirken attraktiv, da der Interessent die gesparte Provision vor Augen hat. Ganz besonders werden jene Leute angesprochen, die generell nichts mit Immobilienmaklern zu tun haben, etwa weil sie deren Überredungskünste fürchten.

Contra Makler – die Ersparnis: In manchen Bundesländern ist es üblich, dass sich die beiden Vertragsparteien die Courtage teilen, mal übernimmt der Käufer einen größeren Teil, mitunter soll der Käufer alles zahlen. Gerade bei teuren Objekten macht der Verkäufer-Anteil für den Immobilienmakler einen ordentlichen Betrag aus. Zahlt der Käufer den Immobilienmakler allein, so hat das zumindest einen negativen Einfluss auf den erzielbaren Kaufpreis. Mit einem Teil der ersparten Provision könnte der Verkäufer auch eine Werbeagentur bezahlen, die eine professionelle Präsentation erstellt und Anzeigen schaltet.

Contra Makler – das Engagement: Die Provision eines Immobilienmaklers steigt linear mit der Miete oder dem Verkaufspreis. Es wäre daher gut nachvollziehbar, wenn er sich um die teureren Objekte leidenschaftlicher kümmert. Der Eigentümer einer vergleichsweise günstigen Wohnung möchte aber nicht deswegen länger warten, nur weil er sein Objekt weniger Provision einbringt. Bei einem Selbstverkauf hätte er selber in der Hand, mit viel Engagement das Objekt auf dem Markt angeboten wird.



Kommentare

Georg Rangsacker 5. Februar 2019 um 10:22

Als kompletter Laie im Bereich Immobilienbewertung sind ich und mein Partner aktuell ein wenig überfordert – wir werden uns auf jeden Fall um einen Makler kümmern. Die Marktkenntnis, die Makler haben, ist für mich der wichtigste Grund für diesen Berufsstand. Zum Glück haben wir in unserem engeren Umfeld Freunde die uns da gute Hinweise geben können, ansonsten wenden wir uns ans Fachpersonal.

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Ester Diemer 4. Februar 2019 um 10:48

Die Arbeit eines Maklers ist tatsächlich ein relativ umstrittenes Feld. Ich denke was die meisten dabei nicht beachten, ist dass es für einen Makler meistens unvorhersehbar ist, ob eine Wohnung ein Ladenhüter wird oder gleich wieder weiterverkauft wird. Natürlich wird eine neue Eigentumswohnung in einem angesagten Stadtbezirk schnell wieder vergeben sein, aber die Eigentümer solch einer Wohnung beauftragen nur selten auch einen Makler. Auch habe ich persönlich so gar kein Verkaufsgeschick und in der Hinsicht kann sich ein Makler ja auch nochmal lohnen: wenn der Preis zu dem verkauft wird möglichst hoch ist.

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Kyra Voight 22. Januar 2019 um 11:31

Vor allem die Marktkenntnis ist ein entscheidender Vorteil von Maklern. Der Immobilienmarkt ist einer der Märkte, bei denen eine starke Informationsasymmetrie zwischen Käufer und Verkäufer herrscht. Vor allem wenn man wenig oder keine Erfahrung im Immobilienhandel hat, sind die Kenntnisse eines Maklers viel Wert. So etwas wie die Wertermittlung einer Immobilie erfordert Fachwissen, das nicht jeder Person offensteht und auch kompliziert ist zu durchsteigen.

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Tom Vogt 2. Januar 2019 um 14:44

Guten Tag,
wir hatten bei unserem Wohnungsverkauf auch einen Makler eingesetzt und es hat wirklich fast ein ganzes Jahr gedauert. Ich weiß jetzt nicht genau wie viele Besichtigungen es waren. Auf jeden Fall war das alles andere als leicht für unseren Makler.

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Emmi 10. Dezember 2018 um 14:23

Wir haben die Immobilie bewerten lassen, bevor wir sie verkauft haben. Es ist einfach sicherer, wenn man sich auf einen Fachmann stützt. Jener hat ein umfangreiches Wissen dazu wie der Markt sich verhält und wo es sich lohnt den Hauskauf zu tätigen.

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Tobias Müller 3. Dezember 2018 um 12:11

Danke für die Tipps zum Verkauf einer Immobilie. Meine Tante möchte eine Immobilie verkaufen, aber sie ist sich noch unsicher, wie sie es anstellen soll. Ich denke, mit einem Makler kann sie nichts falsch machen. Der kennst sich wenigstens aus und denkt an alles, was man braucht.

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Laura 19. November 2018 um 09:35

Genau vor dieser Frage stehen wir nun auch. Man soll sich wirklich überlegen, was einem mehr Wert ist – die Erfahrung und Kenntnis vor Makler oder ohne Provision zu verkaufen. Ich glaube es hängst alles von der eigenen Situation und Immobilien ab, wie man die am besten verkauft.

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Mian 25. Januar 2019 um 12:35

Hey Laura,

falls du eine Wohnung im Bezirk Imst suchst, kannst Du gerne hier schauen.
Ich würde mir gerne deine Situation genauer anhören. Je mehr Details, desto mehr Infos kann ich vielleicht anbieten.

Gruß

Mian


Luise 18. Oktober 2018 um 08:01

Wir möchten unsere Eigentumswohnung verkaufen und hatten zunächst an eine private Abwicklung ohne Makler gedacht. Ihre Pro-Liste für einen Makler hat mich dann doch überzeugt. Marktkenntnis und die umfangreiche Kundenkartei werden wohl vieles einfacher machen.

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