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Risikolebensversicherung: Trotz Mini-Zinsen ein Muss

Zuletzt aktualisiert: 1. Februar 2017

Wegen der Mini-Zinsen und der sinkenden Überschüsse heißt es derzeit oft, eine Lebensversicherung lohne sich nicht mehr. Diese Aussage halte ich für gefährlich, denn es gibt verschiedene Arten von Lebensversicherungen. Eine davon ist die Risikolebensversicherung. Ich will hier kurz erläutern, warum ich sie nach wie vor für sehr wichtig erachte.

Warum noch eine Risikolebensversicherung abschließen?

Was und wem nützt eigentlich eine Risikolebensversicherung? Kapital wird keines aufgebaut. Ist die Laufzeit vorbei, kommt es höchstens zur Auszahlung von Überschussbeteiligungen, die Altersvorsorge jedoch profitiert davon nicht. Diese ist aber auch nicht der Grund, weshalb sich Menschen für eine Risikolebensversicherung entscheiden sollten. Der Grund steckt bereits im Namen: das Risiko. Jenes Risiko, mit dem Menschen jeden Tag, auf der Arbeit, in der Freizeit oder im Urlaub konfrontiert werden. Passieren kann schließlich immer etwas, und wenn es so weit ist, bietet sich die Risikolebensversicherung als eine Stütze an.

Vorsorge pur für den Ernstfall

Die Risikolebensversicherung zahlt, wenn sie am gebraucht wird, wenn das Worst-Case-Szenario eintritt. In der Regel handelt es sich dabei um den Tod des Versicherungsnehmers. Und in nicht wenigen Fällen ist dieser Versicherungsnehmer auch Hauptverdiener seiner Familie, hat möglicherweise noch einen Immobilienkredit abzuzahlen und für die Ausbildungsfinanzierung der Kinder zu sorgen. Sein Tod kann die Hinterbliebenen vor große Probleme stellen und ihnen sogar die Existenzgrundlage entziehen. Die Risikolebensversicherung springt an dieser Stelle mit der Auszahlung der Versicherungssumme ein. Das tröstet zwar nicht über den Verlust hinweg, mildert aber die finanziellen Folgen ganz erheblich.

Unterschied Kapitalleben und Risikoleben

Ein auffälliger Unterschied zwischen der normalen, kapitalbildenden Lebensversicherung (Kapitalleben) )und der Risikolebensversicherung macht sich bei den monatlichen Prämien bemerkbar. Einen dreißigjährigen Mann kostet sie etwa 200 Euro pro Jahr und bietet dafür einen Todesfallschutz von ca. 150.000 Euro, die dann auch zur Tilgung von Krediten verwendet werden können. Apropos Prämie: Auch bei der Risikoleben sind Versicherer dazu verpflichtet, ihre Kunden an den erwirtschafteten Überschüssen zu beteiligen. Meist geschieht dies über den sogenannten „Sofortrabatt“, der automatisch von der Bruttoprämie abgezogen wird. Mit anderen Worten: Die monatlichen Beiträge fallen geringer aus.

Risikolebensversicherung zur Kreditsicherung

Von große Bedeutung ist die Police bei Immobilienkrediten, denn diese gehen meist über sehr lange Laufzeiten von z.T. mehreren Jahrzehnten. Ein Zeitraum, der sich nur schwer überblicken geschweige denn planen lässt. Hier kommt mit der sogenannten Restschuldversicherung eine spezielle Variante der Risikolebensversicherung zum Einsatz. Bei dieser wird die Versicherungssumme laufend an die noch verbleibende Restschuld angepasst. Dadurch sinken im Laufe der Zeit die Beiträge dementsprechend und im Falle eines Falles wird der restliche Kredit sofort getilgt.

Wie wird die Risikolebensversicherung steuerlich gehandhabt? Steuern müssen nur dann bezahlt werden, wenn die Freibeträge für Erbschaften überschritten werden. Für Lebenspartner und Ehegatten liegt der Freibetrag derzeit bei 500.000 Euro, für Kinder und Stiefkinder bei 400.000 Euro. Darüber hinaus können die monatlichen Beiträge in der Steuererklärung als Sonderausgaben geltend gemacht werden.



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