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Lohnt sich sparen eigentlich noch?

Zuletzt aktualisiert: 27. August 2015

Ob Tagesgeld, Festgeld, Sparbrief oder das gute alte Sparbuch: Wer derzeit Geld neu anlegt, der muss sich auf Mini-Zinsen gefasst machen. Lohnt sich sparen jetzt überhaupt noch? Diese Frage höre ich in den vergangenen Wochen im öfter. Ja, denn es gibt drei gute Argumente!

Im Schnitt liegt der Zins beim beliebten Tagesgeld mittlerweile bei nur noch 0,4 Prozent. Bei einigen Neukunden-Angeboten ist schon mal etwas mehr als ein Prozent drin, etwa aktuell beim 1822direkt – TagesgeldkontoBild  tb Lohnt sich sparen eigentlich noch?, allerdings ist Zins meist auf wenige Monate begrenzt. Klingt wenig ermutigend. Sparer sollten aber zugleich die aktuelle Inflation bzw. Deflation berücksichtigen.

1. Der Realzins

Die Deflation lag im Januar bei 0,4 Prozent. Das Geld wurde also mehr wert, anstatt zuvor durch Inflation an Wert zu verlieren. Zusammen mit einem Zins von 0,4 Prozent kam der Sparer somit immerhin auf 0,8 Prozent reale Rendite. Im Februar gab es dann wieder geringe Inflation, und zwar von 0,1 Prozent. Es blieben also 0,3 Prozent realer Zins übrig.

Vor Beginn der weltweiten Finanzkrise waren mit sicheren Zinsanlagen leicht fünf Prozent und mehr drin – da betrug die Inflation aber auch noch drei bis vier Prozent. Der reale Zins des Sparers lag deswegen damals ebenfalls oft nur bei 1,5 Prozent oder sogar weniger. So viel Realzins ist selbst heute fast noch möglich – wenn der Sparer konsequent mit seinem Tagesgeld oder Festgeld von einem Zinsangebot zum nächsten springen würde, siehe oben. erleichtern das zunehmend, da man nur einmal ein neues Konto eröffnen muss.

2. Die Abgeltungssteuer

Je nach Anlagesumme und Familienstand kann dann der Real-Ertrag in der Mini-Zins-Phase sogar höher ausfallen. Der Grund: die Abgeltungssteuer. Mit sinkendem Zins sinkt auch der steuerpflichtige Ertrag – unverändert bleibt aber der jährliche Sparerfreibeitrag von 801 Euro (Alleinstehende) oder 1602 Euro (Verheiratete). Der Anleger zahlt deswegen möglicherweise gar keine oder zumindest deutlich weniger Abgeltungssteuer.

Ein einfaches Beispiel: Bei einer Anlage von 40.000 Euro und vier Prozent Zins p.a. würden 1.600 Euro Ertrag anfallen. Ein Lediger müsste die Hälfte davon der Abgeltungssteuer unterwerfen. Bei einem Prozent Zins p.a. wären es nur 400 Euro – aufgrund des Sparerfreibetrages würde kein Cent Abgeltungssteuer fällig.

3. Die Dispozinsen

Ein weiterer Grund, Spartugenden zu pflegen: Es ist immer besser, selbst bei Mini-Zins Geld in der Reserve zu haben, als bei unerwarteten Ausgaben mit dem Konto in die Miesen zu rutschen. Für einen Dispokredit berechnen manche Banken immer noch über zehn Prozent – wer sich die dank Guthaben erspart, hat letztlich zehn Prozent Rendite erzielt – und das komplett steuerfrei. Und wenn man in die USA schaut, gibt es außerdem bereits Entwicklungen, das Sparen sehr viel einfacher zu machen:

Sparbuch Adée, Hallo Digit: Eine App, die automatisch Geld spart. Ob das wirklich zum Sparen animiert? via

— Chanel Greco (@ChanelGreco)

Mein Fazit: Doch, sparen lohnt sich weiter, auch mit sicheren Anlagen. Allerdings sollten Geldanleger mehr auf „Sonderangebote“ achten und öfter mal das Konto wechseln.



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