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Noch schnell in die PKV?

Zuletzt aktualisiert: 23. Juni 2006

Die gesetzliche Krankenversicherung soll für Gutverdiener teurer werden. Das ist einer der vielen Pläne zur Gesundheitsreform. Offenbar soll dafür die Beitragsbemessungsgrenze angehoben werden – das ist das Einkommen, bis zu dem Beiträge gezahlt werden müssen (z. Zt. 3562,50 Euro/ Monat). Steigt die Bemessungsgrenze, steigen auch die Beiträge.

Ein Beispiel: Jemand verdient 5.500 Euro Brutto im Monat. Sein Arbeitnehmer-Anteil für die Kasse liegt bei etwa 300 Euro/ Monat (abhängig von Kasse). Steigt die Beitragsbemessungrenze auf zum Beispiel 5.300 Euro/ Monat (voraussichtlicher Wert der Rentenversicherung im nächsten Jahr) müsste er etwa 450 Euro zahlen. Also etwa 150 Euro monatlich mehr.

Ein guter Grund jetzt noch schnell in die private Kasse (PKV) zu wechseln? Es würde mich nicht wundern, wenn diese Frage derzeit zahlreiche Versicherungsvertreter bejahen würden. Sie verdienen ja auch nicht schlecht an einem Abschluss. Sechs bis acht Monatsbeitrage als Provision sind drin.

Allerdings besteht die Gefahr, das die möglicherweise jetzt günstigen Beiträge der PKV wegen den Reformschritten in absehbarer Zeit explodieren werden. Das droht zum Beispiel dann, wenn mit der Beitragsbemessungsgrenze auch die angehoben wird (z.Zt. 3937,5 Euro/Monat). Erst bei Einkommen darüber, ist ein Wechsel erlaubt.

Die Folge einer höheren Pflichtversicherungsgrenze (vermutlich dann ebenfalls 5.300 Euro/ Monat) wäre: Weniger junge Leute könnten wegen noch geringem Einkommen wechseln – die jungen, gesunden Leute sind es aber, die die hohen Ausgaben für alte, kränkere Kunden ausgleichen. Fehlt das „frische Blut“ kommt es zu einer Vergreisung der Bestände, was die Prämien nach oben treibt.
Weitere Kosten, etwa Extrazahlungen in einen Gesundheitsfonds, könnten hinzukommen.

Meine Meinung: Da neue Einkommensgrenzen wohl kaum über Nacht kommen, sondern eher zum Jahresanfang 2007, dürfte es sinnvoll sein, die Diskussion zu beobachten und Entscheidungen abzuwarten. Dann dürfte immer noch Zeit bleiben, gegebenfalls in die PKV zu wechseln.



Kommentare

23. Juni 2006 um 16:04

@DAD: Ganz sicher. Inklusive Pflege liegt der durchschnittliche Beitragssatz bei 15%, die H

Antworten

der aus Duisburg 23. Juni 2006 um 15:49

"[…] Ein Beispiel: Jemand verdient 5.500 Euro Brutto im Monat. Sein Arbeitnehmer-Anteil f

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