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Pensionskasse: Bei Arbeitsplatzwechsel droht Verlust

Zuletzt aktualisiert: 5. Mai 2013

Die staatliche Förderung der Pensionskasse ist stattlich: Bis zu vier Prozent des Bruttogehaltes kann über den Arbeitgeber in die Altersvorsorge investiert werden, maximal 2.472 Euro in diesem Jahr. Entgeltumwandlung nennt sich das. Für diesen Sparlohn fallen keine Steuern an, bis 2008 auch keine Sozialabgaben.

Das bedeutet: Je nach Steuersatz trägt der Staat indirekt gut die Hälfte der Prämien. Gleiche Regelungen gelten für Pensionsfonds. Im Gegensatz zur Riester-Rente ist das Verfahren zudem angenehm unkompliziert. Der Arbeitgeber übernimmt die ganzen Formalitäten. Die persönliche Förderung für den Arbeitnehmer ergibt sich jeden Monat über die Gehaltsabrechnung. Der Kunde muss also nicht wie bei Riester-Rente jedes Jahr neu eine Zulage beantragen.

Pensionskasse ist ein Lebensversicherungsunternehmen

Allerdings verbirgt sich hinter einer Pensionskasse nichts Anderes als ein Lebensversicherungsunternehmen. Auch die Verträge der mittlerweile über 150 Pensionskassen unterscheiden sich wenig von den üblichen Angeboten. Es überwiegen Privatrententarife mit der Option, zusätzlich die Invalidität sowie den Todesfall abzusichern.
Zur bösen Überraschung können die bei Lebensversicherern typischen Abschlusskosten werden: Sie führen dazu, dass in den ersten ein bis zwei Jahren der Vertragslaufzeit überhaupt kein Guthaben entsteht.

Wer in dieser Zeit seinen Job wechselt, hat zwar einen Anspruch darauf, seine bisherige Anwartschaft übertragen zu bekommen. Besteht aber noch kein Guthaben, ist auch die Anwartschaft null – der Arbeitnehmer muss unter Umständen einen Totalverlust in der Pensionskasse hinnehmen.

Nur wenn beim neuen Arbeitgeber zufälligerweise die gleiche Pensionskasse für die betriebliche Altersvorsorge zuständig sein sollte, kann der Arbeitnehmer seinen Vertrag fortführen. Ansonsten muss er den bisherigen Vertrag ruhen lassen. Die Ansprüche daraus sind – wenn überhaupt – minimal. Im neuen Job fängt der Arbeitnehmer mit seiner Altersvorsorge wieder von vorne an – mit neuen Abschlusskosten.

Bei dem nach Versicherungsmathematiker August Zillmer († 1893) benannten Verfahren der „Zillmerung“ belastet der Lebensversicherer das Kundenkonto zu Beginn mit den Abschlusskosten, gerechnet auf alle künftigen Prämien. Erlaubt ist derzeit ein Kostensatz von bis zu vier Prozent der Gesamtprämie. Das Minus auf dem Konto muss der Kunde erst mal durch Einzahlungen ausgleichen. Wer sich für eine Pensionskasse interessiert, sollte nach der Zillmerung fragen und – falls möglich – einen ungezillmerten Tarif wählen.



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