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Kommt Pflicht zur Elementarschaden-Versicherung?

Zuletzt aktualisiert: 31. März 2014

Die Bundesregierung will die Einführung einer Pflichtversicherung gegen prüfen. Dies kündigt das Kabinett in einer Antwort 18/852 auf eine Kleine Anfrage 18/687 an, in der sich die Linke kritisch mit den Folgen des Hochwassers 2013 auseinandergesetzt hatte. Lese mehr via .

Verbraucherschützer würden die Pflichtversicherung begrüßen: „Die letzten 12 Jahre haben bewiesen, dass in diesem Bereich allein mit an Freiwilligkeit appellierenden Kampagnen die Versicherungsdichte nicht signifikant erhöht werden kann“, sagt Joachim Betz, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Sachsen. Für diejenigen jedoch, die sich auf Grund eines Lebens in Hochrisikozonen intensiv um Versicherungsschutz bemühen, gleiche der Erhalt einer Elementarschadenpolice einem Glücksspiel. Das habe eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Sachsen vom Herbst 2013 gezeigt.

Deshalb sollte für alle Wohngebäudebesitzer eine Elementarschadenversicherung mit risikodifferenzierten Tarifen, die sämtliche relevanten Naturgefahren einschließt, obligatorisch werden. Eine derartige Versicherung schützt nicht nur vor den Folgen von Überschwemmungen, sondern etwa auch vor Schäden durch Schneedruck oder Erdrutsch. Darüber hinaus sollten von der Versicherungswirtschaft künstlich getrennte gleichgeartete Risiken (Sturm und Hagel in der verbundenen Wohngebäudeversicherung) in einer einzigen Elementarschadenversicherung gepoolt werden. Unter diesen Voraussetzungen wird eine solche Versicherung auch bezahlbar. Wichtig ist, dass Versicherungsnehmer dann einen Rechtsanspruch auf die vertraglich vereinbarte Leistung haben und für die Versicherungsunternehmen für diesen existenziellen Versicherungsschutz ein Kontrahierungszwang besteht. Dies ist nur im Wege einer Versicherungspflicht möglich.

Der BdV sieht in der Einführung einer Pflichtversicherung gegen Elementarschäden für alle Hauseigentümer die einzigesinnvolle Regelung. Kleinlein: „Ob ich solidarisch mit den Betroffenen bin oder nicht, darf nicht von meinem Wohnort abhängen.“ In anderen europäischen Ländern sei so eine Versicherung schon lange Pflicht.

Eine derartige Versicherungspflicht müsste allerdings nach Ansicht der Verbraucherzentrale Sachsen zwingend mit einer zusätzlichen Staatsgarantie für Megaschäden gekoppelt werden, denn die Versicherungswirtschaft ist nach eigener Aussage nur in der Lage, Schäden durch Naturgewalten im Umfang von bis zu 8 Milliarden Euro zu decken. Eine zusätzliche Staatsgarantie, die ab einer bestimmten, besonders hohen Schadenhöhe greift, böte der Branche kaum noch einen Grund für die Ablehnung einer Versicherungspflicht gegen Elementarschäden.



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