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Tchibo-Girokonto: Postbank wird auf lebenslang verklagt

Zuletzt aktualisiert: 22. September 2016

Rechtsanwalt Udo Vetter, Düsseldorf, will die Postbank verklagen, wenn sie von ihm weiter Gebühren für das Girokonto fordert. Schließlich sei er mit dem Versprechen geködert worden, das Girokonto der Postbank sei lebenslang kostenlos. Da er noch lebe, dürften von ihm keine Gebühren gefordert werden.

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Gemeinsam mit Tchibo hatte die Postbank vor einigen Jahren Kunden mit der Werbung gelockt: „Postbank Girokonto für 0 Euro. Kostenlos auf immer und ewig“. Und nun doch Gebühren? Laut HAZ macht die Postbank mittlerweile einen Rückzieher und wird mit den Worten zitiert:

Kunden, die ihr Girokonto über eine Kooperation mit Tchibo abgeschlossenen haben, können der Entgeltänderung widersprechen. In diesem Fall gilt das Kontoführungsentgelt pro Monat nicht.

Einen Muster-Widerspruch hat Udo Vetter veröffentlicht.

Nachtrag 22.09.2016: Nach einer Abmahnung der Verbraucherzentrale Hamburg verpflichtete sich die Deutsche Postbank AG nun sozusagen verbindlich, für Konten mit einer entsprechenden Regelung zukünftig kein Kontoführungsentgelt zu verlangen.

Nach Auffassung der Hamburger Verbraucherschützer hatte die spezielle Regelung für Tchibo-Kunden als Individualvereinbarung Vorrang vor gegebenenfalls abweichenden Regelungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), sodass über die AGB gerechtfertigte Preiserhöhungen hier nicht zum Tragen kommen.

„Banken müssen Wort halten und können nicht einfach das Blaue vom Himmel versprechen. Das hat nun auch die Postbank eingesehen, die das Versprechen sogar schwarz auf weiß in den Vertragsunterlagen abgedruckt hat“, freut sich Julia Rehberg, Juristin bei der Verbraucherzentrale Hamburg. Sie vermutet, dass einige tausend Kunden ein Konto mit einer entsprechenden Formulierung im Eröffnungsantrag bei der Postbank eingerichtet haben.

„Wir raten allen Betroffenen, im November einen genauen Blick auf ihren Kontoauszug zu werfen. Verstößt die Postbank gegen die abgegebene Verpflichtungserklärung und bucht Geld für die Kontoführung ab, muss sie eine hohe Vertragsstrafe zahlen“, so Rehberg. Die Verbraucherzentrale Hamburg bittet Postbank-Kunden, diesbezügliche Verstöße und Beschwerden mitzuteilen.



Kommentare

T. Strzezyk 26. Januar 2017 um 13:43

Guten Tag, ich habe das gleiche Problem mit der Postbank, jedoch mit der Bonusaktion Dreimalich, die auch ein lebenslanges, kostenloses Konto versprochen hatte, bis jetzt. Nach langem hin und her wurde es uns zuerst auch als Ausnahme, wie die Tchiboaktion, bestätigt und dann einen Monat später widerrufen.Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn jemand auch auf diese Aktion reagiert, denn es ist genau das gleiche, es wird etwas versprochen und dann aufgrund neuer AGB´s gebrochen, was letzten Endes an Betrug gleicht. Danke im Voraus

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