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Profi Kochrezepte: Eine Abofalle? Das sagt der Verbraucherschutz

Zuletzt aktualisiert: 17. Dezember 2015

www.profi-kochrezepte.de ist eine Website mit vielen leckeren Rezepten. Doch die Verbraucherzentrale Thüringen sieht darin eine Abofalle, denn für Verbraucher sei es nicht auf Anhieb ersichtlich, dass es sich hierbei um ein kostenpflichtiges Angebot für Gewerbetreibende handelt, so die Verbraucherschützer. „Zahlreiche Verbraucher sind darauf bereits im Internet hereingefallen“, heißt es weiter.

profi-kochrezepte.de richtet sich zwar ausdrücklich an Unternehmen und schließt in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) Verbraucher von der Nutzung aus, dennoch ist die Anmeldung problemlos möglich, beklagt der Verbaucherschutz. Die gesetzlich vorgeschriebene „Button-Lösung“ für Konsumenten beachte die Firma B2B Web Consulting nicht, die die Seite betreibt. Mit einem Klick auf „Jetzt anmelden“ anstelle von z.B. „Jetzt kostenpflichtig bestellen“ schließe der Nutzer ein zweijähriges Abo ab.

Tatsächlich heißt es wörtlich auf Profi Kochrezepte:

Die Nutzung des Angebots ist ausschließlich für Firmen, Gewerbetreibende, Vereine, Handwerksbetriebe, Behörden oder selbständige Freiberufler im Sinne §14 BGB zulässig. Durch Drücken des Buttons „Jetzt anmelden“ entstehen Ihnen Kosten von 238,80 Euro zzgl. Mwst pro Jahr (12 Monate zu je 19,90 Euro) bei einer Vertragslaufzeit von 2 Jahren.

Im Internet sind zahlreiche Beschwerden von Leuten zu finden, die eine Rechnung erhalten haben oder auch eine Mahnung, wie es heißt. Wie man Profi Kochrezepte möglichst schnell kündigen kann, ist ebenfalls ein Thema. Wie sieht es rechtlich aus? Muss man als Verbraucher für die Rezepte zahlen?

„Keinesfalls zahlen“, rät der Verbraucherschutz

„Problematisch ist auch, dass das Feld ‚Firma‘ bei der Anmeldung kein Pflichtfeld ist“, sagt Ralf Reichertz, Rechtsreferent der Verbraucherzentrale Thüringen. „Verbraucher sollten keinesfalls zahlen und sich nicht einschüchtern lassen“, so Herr Reichertz weiter.

In vergleichbaren Fällen ist es üblich zu bestreiten, dass überhaupt ein Vertrag zustande gekommen ist, den Vertrag wegen arglistiger Täuschung (§ 123 Abs. 1 BGB) anzufechten sowie hilfsweise fristlos zu kündigen. Wenn mit Inkasso und Schufa gedroht wird: der Forderung sollte man ausdrücklich widersprechen, denn nur unbestrittene Forderungen dürfen bei Auskunfteien wie der SCHUFA angemeldet werden, sagen Anwälte. Allerdings muss man sich bei Profi Kochrezepte sicher jeden Fall genau anschauen, was denn genau zum Abo führte.

 



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