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Steuererklärung für 2017: Worauf Arbeitnehmer, Beamte und Kapitalanleger in diesem Jahr besonders achten müssen

Zuletzt aktualisiert: 15. Januar 2018

Die Steuererklärungen für 2017 können jetzt abgegeben werden. Was es dabei zu beachten gilt, wird in nachfolgendem Beitrag erklärt. Für in Fonds oder anderweitige Geldanlagen investierte Kapitalanleger gibt es auch 2017 wieder die Möglichkeit, statt pauschalem Steuersatz einen günstigeren individuellen Steuersatz zu wählen.

Abgabefristen für Arbeitnehmer und Selbstständige

Grundsätzlich bleiben die des Vorjahres unverändert. Die Einkommenssteuererklärung muss bis spätestens 31. Mai 2018 beim Finanzamt eingegangen sein. In einigen Bundesländern (beispielsweise Hessen) verlängert sich die Frist bis zum 1. Juni, weil Fronleichnam als Feiertag auf den 31. Mai fällt. Wird die Erklärung von einem Steuerberater erstellt, kann die Frist in bestimmten Bundesländern bis zu zwei Monate verlängert werden.

Nicht verwirren lassen: Anfang 2017 ist zwar das Steuermodernisierungsgesetz in Kraft getreten, durch das die Abgabefrist für die Einkommensteuererklärung verlängert wurde. Es gilt aber erstmals ab dem Veranlagungszeitraum 2018. Wer 2019 selbst seine Steuererklärung für das Jahr 2018 erstellt, bekommt dann zwei Monate mehr Zeit, also bis zum 31. Juli 2019. Wer sich vom Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein helfen lässt, hat eine Frist bis zum 2. März 2020. Und nun zurück zur Steuererklärung für 2017.

Leicht gestiegener Grundfreibetrag

Im Einkommenssteuergesetz werden ab 2017 für ledige Erwachsene 9.000 Euro steuerfrei gestellt, der Grundfreibetrag wurde um 80 Euro angehoben. Bei Ehepaaren und eingetragenen Lebensgemeinschaften verdoppelt sich der Freibetrag.

Um den Effekten der kalten Progression entgegenzuwirken, wurde der Eckwerte in Bezug auf den Einkommenssteuertarif um 1.65 Prozentpunkte angehoben. Zudem gibt es Veränderungen beim Spitzensteuersatz (42 Prozent), der wird aktuell bei einem Einkommen von 54.950 (vorher 54.058) Euro per anno fällig. Der so genannte Balkonsteuersatz (45 Prozent) greift ab einem Jahreseinkommen von 260.533 Euro (vormals 256.304 Euro).

Kindergeld und Freibeträge steigen

Pro Elternteil und Kind erhöht sich der Kinderfreibetrag auf 2394 und damit um 36 Euro. Andere Freibeträge bleiben unverändert. Das Kindergeld steigt pro Monat für jedes Kind um zwei Euro. Es kommt bei vorliegender Steueridentifikationsnummer zur Auszahlung.

Kein Spendennachweis mehr nötig

Spenden senken die Steuerlast und können in der Steuererklärung für 2017 ohne Nachweis geltend gemacht werden. Spendenbescheinigungen müssen zwar mindestens 12 Monate aufbewahrt werden, sie sind dem Finanzamt jedoch nur bei Aufforderung vorzulegen.

Steuerpflichtige müssen auch für anderweitige Ausgaben (Werbungskosten und Ähnliches) keine Belege mehr vorlegen, es gelten jedoch die Aufbewahrungspflicht und die Vorlage auf Verlangen.


Individuelle Prüfungen entfallen weitgehend

In der Regel werden Steuererklärungen elektronisch überprüft, Steuerberechnung und Festsetzung erfolgen ebenfalls automatisiert. Einige Ausnahme: Das Finanzamt hat einen konkreten Grund zur Nachforschung.

Kapitalanleger können mit der Günstigerprüfung Steuern sparen

In der Regel entrichten Kapitalanleger die in Höhe von 25 Prozent auf ihre Erträge aus Geldanlagen. Alle Gewinne oberhalb von 801 Euro pro Jahr und Anleger müssen versteuert werden. Auch bei der Steuererklärung 2017 haben Anleger wieder die Möglichkeit, überprüfen zu lassen, ob sie mit ihrem individuellen Steuersatz nicht besser fahren als mit der Pauschalsteuer. Dazu muss die Anlage KAP ausgefüllt und mitsamt der Steuererklärung 2017 eingereicht werden.

Mein Rat: Dem Finanzamt nicht mehr bezahlen als nötig. Wie Steuerpflichtige mit professionellen Tipps völlig legal Steuern sparen können, wird im Detail beschrieben. Der Ratgeber richtet sich an Arbeitnehmer, Beamte und Kapitalanleger. Er führt leicht verständlich durch die Steuererklärung für 2017 und ermöglicht das Ausschöpfen aller gegebenen Steuervorteile.

 



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