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Steuervereinfachungsgesetz: Kindergeld künftig länger

Zuletzt aktualisiert: 21. Dezember 2012

Der Bundestag hat vor kurzem das Steuervereinfachungsgesetz beschlossen. Die m.E. wichtigste „Vereinfachung“: Beim Kindergeld für erwachsene Kinder gibt es ab 2012 keine Einkommensprüfung mehr. Bislang wird Kindergeld gestrichen, wenn die Einkünfte des Kinder über dem steuerlichen Existenzminimum liegt. Das Bundeskindergeldgesetz regelt:

Ein Kind wird nur berücksichtigt, wenn es Einkünfte und Bezüge, die zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung bestimmt oder geeignet sind, von nicht mehr als 8 004 Euro im Kalenderjahr hat.

Künftig gilt:

Nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums wird ein Kind in den Fällen des Satzes 1 Nummer 2 nur berücksichtigt, wenn das Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Eine Erwerbstätigkeit mit bis zu 20 Stunden regelmäßiger wöchentlicher Arbeitszeit, ein Ausbildungsdienstverhältnis oder ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis im Sinne der §§ 8 und 8a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch sind unschädlich.

Das Kindergeld gibt es auf Grund des Steuervereinfachungsgesetzes also künftig auf jeden Fall für die Dauer der ersten Berufsausbildung oder des Erststudiums – danach wird es auch dann nur gestrichen, wenn das „Kind“ mehr als 20 Stunden arbeitet oder – wie bisher – über 25 Jahre alt ist.
Das macht tatsächlich vieles einfacher. Bislang war es z.B. für jobbende Studenten mitunter eine ziemliche Rechnerei, um unter dem Grenzwert zu bleiben. Schon ein Euro zu viel kippt bislang den Kindergeldanspruch und davon abgeleitete Ansprüche wie etwas die Riester-Kinderzulage. Fallbeil-Effekt wird das genannt.

Für mich erstaunlich: Neben Arbeitseinkünften spielen auch andere Einkunftsarten keine Rolle mehr, etwa aus Vermietung oder Geldanlage. Das Kind, dem frühzeitig Papas Mehrfamilienhaus oder Aktienpaket übertragen wurde, kann also künftig selber bei gehörigen Einkünften noch das Kindergeld kassieren, für erste Kind sind das immerhin 2208 Euro im Jahr (Riester-Förderung usw. geht extra). Vermögensübertragungen innerhalb von wohlhabenden Familien dürfe diese Steuervereinfachung beflügeln. Bislang unterblieben solche Steuersparmodelle mitunter, um Kindergeld und abgeleitete Ansprüche nicht zu gefährden.



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Bewertungen & Erfahrungen: Finanzexperte Andreas Kunze » Finanzwissen » Steuervereinfachungsgesetz: Kindergeld künftig länger