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Schlüsseldienste: Tricks kennen, Tricks vermeiden

Zuletzt aktualisiert: 6. Dezember 2016

Gerade in der kalten Jahreszeit ist es bitter, wenn man seinen Schlüssel vergessen oder verloren hat und vor der verschlossenen Tür steht. Wer dann einen Schlüsseldienst rufen will, sollte die Tricks kennen, denn manche Schlüsseldienste zocken gnadenlos ab. Sie nutzen teils schamlos aus, dass die Kunden nur den sehnlichen Wunsch haben, endlich nach Hause zu kommen. Hier einige Tipps, wie Sie sich schützen können.

Was kostet ein Schlüsseldienst normalerweise?

Anders als beim Arzt oder Anwalt gibt es keine Gebührenordnung des Gesetzgebers. Allerdings – es gibt Empfehlungen vom Bundesverband Metall (BVM). Die sind unverbindlich, seriöse Schlüsseldienste bewegen sich in diesem Rahmen.

Wie teuer kann es werden, selbst wenn ich nicht an einen Abzocker gerate?

Schon tagsüber gilt gelten als angemessen je nach Ortsgröße etwa 120 Euro inklusive Anfahrtspauschale als angemessen, je nach Ortsgröße. Nachts, an Wochenenden, an Feiertagen sind Zuschläge von bis zu 100 Prozent möglich – wohlgemerkt, auch bei den ganz seriösen Schlüsseldiensten. Das scheint so ein gutes Geschäft zu sein, dass Werbung bei Google die Schlüsseldienste schon mal bis zu 20 Euro pro Klick kostet.

Wie tricksen Schlüsseldienste, um noch mehr abzukassieren?

Eine beliebte Masche besteht darin, in Branchenbüchern den Geschäftssitz zu verschweigen. Wird ein Auftrag erteilt, kommt der Handwerker von einem weit entfernten Ort und berechnet erhebliche Anfahrtskosten. Eine andere Masche: Unseriöse Handwerker wollen das Schloss ausbauen oder aufbrechen – um dann ein teures Ersatzschloss in Rechnung zu stellen. Bei lediglich zugefallener Tür sollte der Kunde deshalb arauf beharren, dass ein Schlossaustausch nicht notwendig ist – wird dennoch ausgebaut, sollte er das alte Schloss zu Beweiszwecken aufheben.

Wie vermeide ich einen unseriösen Schlüsseldienst zu geraten?

Das einfachste ist natürlich: Sie brauchen gar keinen Schlüsseldienst. Wer gute Nachbarschaft pflegt, der kann dort Schlüssel hinterlegen. Ein wirklich guter Nachbar wird auch nicht böse sein, wenn Sie mal nachts um 3 klingelen. Wenn es nicht zu oft vorkommt. Ist der Schlüsseldienst wirklich unvermeidlich, würde ich erst mal bei der örtlichen Polizei anrufen und nach einer Adresse fragen: die Polizei arbeitet auch mit Schlüsseldiensten zusammen und kann möglicherweise einen guten Tipp geben.

Wenn ich aber schon reingefallen bin: Lässt sich dann noch was machen?

Unter Umständen: Ja. Eventuell liegt z.B. Wucher vor, weil eine Notlage ausgenutzt wurde. Dann kann Ihnen aber nur ein Anwalt oder vielleicht eine Verbraucherzentrale weiterhelfen. Die geforderte Bar-Zahlung würde ich bei einer offenkundig im Zweifel jedenfalls nicht machen, sondern die Rechnung prüfen und dann überweisen.

Urteile zu Schlüsseldiensten:

  • Ohne Angabe einer bestehenden Rufwahlumleitung in ein anderes Ortsnetz ist das wettbewerbswidriges Verhalten, entschied das Landgericht Kleve (Az.: 8 O 166/01).
  • Ein telefonischer Kostenvoranschlag ist generell gültig (Amtsgericht Leverkusen, Az: C 366/96).

Mein Finanztip: Da es sich auch beim Schlüsseldienst um einen Vertrag wie alle andere handelt, ist ein Rechtsstreit auch von einer Rechtsschutzversicherung gedeckt, falls man klagen will. .



Kommentare

Peter S. 4. August 2016 um 14:14

Sehr interessanter Artikel!

Ich selbst hatte bereits eine Rechnung zu zahlen von 375 Euro. Aber was macht man nicht alles in einer Notsituation?

Hätte ich das alles damals auf dem Schirm gehabt, hätte ich wahrscheinlich auch nicht den erst besten angerufen.

Gruß Peter

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