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Umzugskostenpauschale 2016/ 2017: Das sind die neuen Beiträge für die Steuererkärung

Zuletzt aktualisiert: 24. Januar 2017

Arbeitnehmer können Ausgaben für einen berufsbedingten Umzug als Werbungskosten  in der Steuererklärung geltend machen. Für größeren Ausgaben wird das bei der Steuer einzeln angesetzt, für kleinere, „sonstige Ausgaben“ gibt es Pauschalen. Für Umzüge ab März 2016 sowie ab Februar 2017 hat das Bundesfinanzministerium (BMF) höhere Umzugspauschalen festgelegt. Lesen Sie hier, wie Sie möglichst alle Umzugskosten geltend machen.

Zwei Mal umgezogen ist wie ein Mal abgebrannt, sagt der Volksmund. Das ist vielleicht etwas übertrieben, aber teuer ist ein Umzug in jedem Fall. Ein Trost: Per Steuererklärung lässt sich ein Teil davon zurückholen, denn beim Finanzamt lassen sich erhebliche Ausgaben rund um den Umzug geltend machen. Wer aus Unkenntnis Posten auslässt, verschenkt bares Geld. Eine Auswahl, was sich alles nach dem Bundesumzugskostengesetz (BUKG) absetzen lässt:

  • Reise- und Fahrkosten (etwa für Wohnungsbesichtigungen)
  • Transportkosten (Möbelspedition, auch Kosten für gemieteten Umzugs-Wagen).
  • Doppelte Mietzahlungen (maximal sechs Monate)
  • Maklercourtage
  • Kosten für einen Kochherd (bis zu 230 Euro) und Heizöfen (pro Zimmer bis 164 Euro).
  • Kosten für Nachhilfe-Unterricht der Kinder
  • Sonstige Umzugskosten (etwa Renovierungskosten, Ummeldegebühren, Zeitungsanzeigen.)
Bild  umzukostenpauschalen 2016 2017 160x37 Umzugskostenpauschale 2016/ 2017: Das sind die neuen Beiträge für die Steuererkärung

Quelle: Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine e.V. (NVL)

Für „sonstige Umzugskosten“ kann statt des Einzelnachweises auch die erwähnte Pauschale angesetzt werden. Genauer gesagt: Es sind Pauschalen, da zum Beispiel zwischen Alleinstehenden und Verheirateten unterschieden wird. Hier die Übersicht über die neuen Pauschalen (BMF-Schreiben vom 18.10. 2016, IV C 5 – S 2353/16/10005).

Wenn z.B. ein Ehepaar mit zwei Kindern im Oktober 2016 umgezogen ist, können pauschal also 2.151 Euro berücksichtigt werden (siehe Tabelle). Mein Finanztip: Bei zwei Umzügen innerhalb von fünf Jahren erhöht sich die Pauschale beim zweiten Mal außerdem generell um 50 Prozent.

Wann ist ein Umzug beruflich veranlasst?

Wer den Arbeitgeber wechselt oder vom Arbeitgeber versetzt wird, kann immer auf die Steuervorteile pochen. Außerdem gilt ein Umzug als beruflich veranlasst, wenn die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte erheblich verkürzt wird und sich die Dauer der täglichen Hin- und Rückfahrt insgesamt um mindestens eine Stunde verringert (Urteil des Bundesfinanzhofes vom 22.11.1991, Az: VI R 77/89). Der Umzug muss übrigens nicht zwingend in eine andere Stadt führen. Auch der Wohnungswechsel innerhalb der gleichen Stadt ist steuerlich begünstigt, wenn dadurch die Verkürzung des Arbeitswegs erreicht wird.

Was kann bei privaten Umzügen abgesetzt werden?

Auch wer aus privaten Gründen umzieht, kann das Finanzamt an den Umzugskosten beteiligen. Denn Speditions- und andere Umzugskosten sind bis zur Höhe von 20.000 Euro im Jahr als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzbar, erläutert der  tDavon verringern 20 Prozent, maximal 4.000 Euro, unmittelbar die Steuerschuld. Voraussetzung sind allerdings unbare Zahlungen.



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