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Zeckenbiss mit Folgen: Wann die Unfallversicherung zahlt

Zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2016

Ein Zeckenbiss kann schwere Gesundheitsfolgen haben, bis hin zur Invalidität. Zahlt dann eine Unfallversicherung? Lesen Sie mit dazu meine Finanztipps.

Mit der Wärme kommen wieder die Zecken. Die meisten Risikogebiete liegen in Bayern und Baden-Württemberg. In jüngster Zeit sind aber Erkrankungen auch in Nordrhein-Westfalen und nördlichen Bundesländern gemeldet worden. Zecken sind Blutsauger, die von Gras, Gestrüpp oder Unterholz auf Menschen überspringen und sich bevorzugt in Achselhöhlen, Kniekehlen und im Genitalbereich fest bohren. Werden sie nicht entdeckt, saugen sie mehrere Tage lang Blut ihres Opfers. Dabei werden Krankheitserreger übertragen, und zwar insbesondere Borreliose-Bakterien oder das FSME-Virus.

Gegen Lyme-Borreliose gibt es keine Impfung. Die Krankheit äußert sich oft mit Muskel- und Gelenkschmerzen und kann gut mit Antibiotika behandelt werden. Wird eine Infektion nicht erkannt, sind chronischen Gelenkbeschwerden oder Organschäden möglich. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) beginnt mit grippeähnlichen Symptomen und kann zu einer Hirnhautentzündung führen. Bleibende Schäden sind möglich (z.B. Lähmungen, Epilepsien, Konzentrationsprobleme). Eine Schutzimpfung ist verfügbar.

Das übernimmt die Krankenversicherung

Eine Krankenversicherung, privat wie gesetzlich, übernimmt die Kosten sowohl für die Zecken-Entfernung durch einen Arzt als auch eine weitere Behandlung möglicher Folgen. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente oder die private Berufsunfähigkeitsrente treten ebenfalls ein, wenn durch die Erkrankungen dauerhaft der Job nicht mehr wie bisher ausgeübt werden kann.

Etwas kniffliger ist das Thema Zeckenbiss und daraus resultierende Dauerschäden in der privaten Unfallversicherung. Das ist vor allem für jene von Interesse, die etwa als Schüler, Hausfrau oder Rentner keine sonstige Invaliditätsvorsorge haben. Generell wird der Unfall definiert als „ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis, durch das die Gesundheit des Versicherten unfreiwillig geschädigt wird“.

Zeckenbiss-Urteile zur Unfallversicherung

Der Zeckenbiss sei allenfalls eine geringfügige Hautverletzung, meinte das Landgericht Dortmund (Az: 2 S 5/05). Eine daraus resultierende Infektion sei deshalb ausgeschlossen. Ähnlich sah es das Oberlandesgericht Köln (Az: 20 U 218/07). Infektionen seien nur mitversichert, wenn die Krankheitserreger durch eine unter den Vertrag fallende Unfallverletzung in den Körper gelangt sind. Die Versicherer sind aber frei darin, was sie über den typischen Unfall hinaus mitversichern.

In jüngster Zeit bieten immer mehr Gesellschaften an, das Risiko Zeckenbiss und die Folgen in der Unfallversicherung mit abzudecken. Wer eine Police neu abschließen will, sollte auf diesen Punkt achten. Mein Finanztip: Wer eine alte Unfallversicherungs-Police hat, muss deswegen nicht unbedingt kündigen und neu abschließen. Per Anfrage lässt sich klären, ob die Gesellschaft bereit ist, für den bestehenden Vertrag das Zeckenrisiko nachträglich mit aufzunehmen. Um den Kunden nicht zu verlieren, gehen einige Gesellschaften darauf ein. Wie sind Ihre Erfahrungen damit? Schreiben Sie mit in den Kommentaren oder per Kontaktformular.



Kommentare

1. Juli 2018 um 18:02

hallo Laura
habe es erst jetzt gelesen dass sie fragten. ich forste mich gerade wieder durchs internet , mit der hoffnung auf Hilfe. Es ist Klage eingereicht. Mein Anwalt und ich sind gerade dabei die Klageerwiderung zu schreiben. versicherung wiegelt alles ab, behauptet sogar Unwahrheiten. Es ist unglaublich schwierig. und ich glaube an keinen positiven Ausgang für mich. Aber ich gebe nicht auf

Antworten

Elisabeth Müller 22. April 2017 um 16:51

Seit fast 2 Jahren kämpfe ich mit meiner Unfallversicherung um eine Invaliditätssumme. ich hatte Borreliose und leide unter den Dauerschäden, musste Erwerbsminderungsrente beantragen. Ich bin krank durch einen Zeckenbiss, der mein ganzes Leben verändert hat und gegen den ich versichert war. Ich habe fleissig jahrelang meine Beiträge bezahlt. Habe seit über 30 Jahren fast alle Versicherungen bri dieser Gesellschaft (Ergo).Diese weigert sich zu zahlen. Obwohl alle Ärzte sichere Diagnosen gestellt haben. Sogar der Reha bericht weisst dies auf. Ich habe eindeutige Blutbefunde und das Eryhema Migrans gehabt. Dennoch erkennen sie ihre Leistungspflicht nicht an

Antworten

Laura 8. März 2018 um 14:59

Hallo Frau Müller, wie ist es denn ausgegangen bei Ihnen mit der Priv. Unfallversicherung? Haben Sie mittlerweile Ihre Invaliditätssumme erhalten ?


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