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Wohngeld: Bekommen Auszubildende den Mietzuschuss?

Zuletzt aktualisiert: 8. August 2018

Die hohen Mieten sind hart für Auszubildende, die mit kleinem Gehalt eine eigene Wohnung davon bezahlen sollen. Deshalb wird oft die Frage gestellt, ob Wohngeld bezogen werden kann. Bei Auszubildenden ist dabei aber eine besondere Voraussetzung zu erfüllen.

Der Wohngeldanspruch setzt Bedürftigkeit voraus, also ein geringes Einkommen im Verhältnis zur monatlichen Miete. Allerdings sind die Hürden niedriger als etwa für einen Anspruch auf Hartz IV. Die örtlichen Wohngeld-Ämter prüfen nicht, ob Größe und Ausstattung der Wohnung angemessen sind. Ersparnisse werden ebenfalls nicht angerechnet. Lediglich „erhebliches Vermögen“ gefährdet den Anspruch auf Wohngeld (Paragraf 21, Absatz 3 Wohngeldgesetz).

Die Unterstützung wird generell für zwölf Monate bewilligt und kann danach erneut beantragt werden. Ob und wie viel Anspruch auf Wohngeld besteht, hängt einerseits vom Einkommen ab, andererseits vom Wohnort sowie der Zahl der Haushaltsangehörigen. Wer in einer teuren Stadt wohnt, der hat bessere Chancen. Es gibt sechs Mietstufen. Berlin beispielsweise hat die Mietstufe IV, Düsseldorf, Köln und Bonn haben die V, Frankfurt/Main die VI.

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) ist vorrangig

Für Auszubildende ist allerdings die (Finblog-Ratgeber) vorrangig, die bei der Agentur für Arbeit beantragt werden kann. Das gilt aber nur dann, wenn alle im gleichen Haushalt lebenden Haushaltsmitglieder dem Grunde nach Anspruch auf BAB (oder BAföG) haben. Als Haushaltsmitglieder zählen eigene Kinder, Familienangehörige oder Lebenspartner. Ein Wohngeldanspruch besteht außerdem, wenn bereits dem Grunde nach kein Anspruch auf BAföG oder BAB-Leistungen besteht. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn keine förderungsfähige Ausbildungsstätte besucht wird.

Rechner für Wohngeld online

Wie hoch ist das Wohngeld, wenn es ausnahmsweise statt BAB geleistet wird? Das Rechenbeispiel für einen alleinstehenden Auszubildenden in Düsseldorf: Er zahlt für sein kleines Appartement 400 Euro ohne Nebenkosten, sein jährliches Azubigehalt inklusive Urlaubsgeld beträgt 9.750 Euro (13 x 750). Er hätte Anspruch auf 184 Euro Wohngeld im Monat.

Das Land NRW hat einen Onlinerechner für Wohngeld und Lastenzuschuss (das „Wohngeld“ für Immobilieneigentümer) ins Netz gestellt, und zwar unter http://www.wohngeldrechner.nrw.de. Auch für die Länder Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Schleswig-Holstein sowie Thüringen sind Berechnungen möglich.

Mein Finanztip: Wer glaubt, als Auszubildender berechtigt zu sein, sollte nicht lange mit einem Antrag warten: Frühestens für den Monat der Antragstellung wird Wohngeld gewährt, rückwirkend gibt es nichts.



Kommentare

Geller, Rudolf 15. Mai 2018 um 10:50

Wir haben einer 24-jährigen einen Ausbildungsplatz geboten, den Ausbildungsvertrag hat sie mit Prowerk, Bethel geschlossen und finanziert aus einem Sonderprogramm der EU. Sie erhält daraus nur 5770€ und soll daraus Unterhalt und Miete tragen. Bliebe sie arbeitslos gemeldet, hätte Sie mehr und auch Anspruch auf Wohngeld, was ihr jetzt verweigert wird. Sie wäre besser beraten, sich in die Ecke zu setzen?

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Luana Donnici 13. März 2018 um 13:08

Hallo ich bin 19 Jahre alt bekommt monatlich 613€ Gehalt bin im ersten Lehrjahr (Ausbildung zur Kauffrau für büromanagement) und ziehe von zuhause in eine eigene ein Zimmer Wohnung (die 500€ warm kosten würde ) hätte ich Anspruch auf Wohngeld ? Wenn ja auf wie viel ?

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Beate Wanke 28. September 2017 um 13:05

Mein Sohn würde2 Jahre aufs gesundheitlichen Gründen vom Jobcenter unterstützt.Jetzt konnte er endlich sein Studium wieder aufnehmen.Er wohnt in Leipzig einer 40qm Wohnung für 315 Euro warm.Hat er wenn Bafög abgelehnt wurde wenigstens Recht auf weitere Unterstütztung durch das Jobcenter oder wird er nun obdachlos?Mit freundlichen Grüssen Beate

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Rosenbaum 1. August 2017 um 17:29

Ich bin 44 Jahre alt, bin mit drei Kindern alleinerziehende Mutter. Ich möchte eine Ausbildung machen. Meine jetzigen Arbeitgeber würden mich die Ausbildung berufsbegleitend machen lassen, dh. mein Gehalt wird mir weiter bezahlt. Derzeit bekomme ich Wohngeld, wenn ich die Ausbildung beginne brauche ich weiterhin Wohngeld, sonst kann ich unsere Lebenshaltungskosten nicht bestreiten. Habe ich weiterhin Anspruch auf Wohngeld? Es wäre meine erste Ausbildung und Ansprüche auf BAföG habe ich wegen meines Alters nicht. Vielen Dank für Ihre Auskunft!

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Schumacher 15. Juni 2017 um 09:03

Mein Sohn beginnt eine Ausbildung die nicht anerkannt ist und weit weg ?ber 200 km von zu hause ist.
Sein Einkommen beträgt 320 Euro die wohngeldstelle sagt im Vorgespräch Nein ohne grundsicherung
kann er sich keine Wohnung leisten.
Das heißt er kann die Ausbildung vergessen.
Wenn die Miete zbsp.450 Euro kalt kostet.stimmt das

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Helga Flessau 26. April 2017 um 07:18

Mein Enkel ist 19.5 Jahre alt im 2. Lehrjahr Tischler,
Stiefmutter will, dass er auszieht, er hat monatl.E 680,00 Lehrlingsbeihilfe,
bekäme wahrscheinlich das Kindergeld, hätte er Anspruch auf BAB?
Die Entfernung zwischen Wohnort Vater/Stiefmutter 3 kleinen Geschwistern
und seiner Lehrstelle ist allerdings nicht so weit. Wohnsitz ist Ratzeburg, Ausbildungsstätte bei Mölln.
Vielen Dank
Mit freundlichem Gruß
Helga Flessau

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Monika 21. März 2017 um 22:07

Meine Tochter ist 22 Jahre alt und erhält BAB, kann sie mit diesen Einkommen Wohngeld beantragen und erhalten? Sie hat eine eigene Mietwohnung!

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