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E-Scooter: Haftpflichtversicherung schon ab 19 Euro Kosten/ Jahr

Am 15. Juni 2019 ist die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) in Kraft getreten; E-Scooter bekommen damit die Erlaubnis, auf Radwegen und Straßen genutzt zu werden. Damit ist aber eine Versicherungspflicht verbunden wie beim Mofa. Dies Kfz-Haftpflichtversicherung deckt Schadenersatzansprüche, wenn mit dem E-Scooter zum Beispiel Fußgänger geschädigt werden. Welche Versicherungen bieten eine Police für die Roller an, wie hoch sind die Kosten?

Pflichtversicherung für E-Scooter! Bislang haben u.a. diese Versicherer Angebote für Versicherungsplaketten angekündigt

Bei den Beiträgen wird zumeist wie beim Mofa unterschieden, ob der Fahrer jünger oder älter als 23 Jahre ist. Für die jungen Fahrer ist es teurer. Es zeigt sich jetzt schon: die Kosten sind sehr unterschiedlich. Die Versicherungssummen in der Haftpflichtversicherung liegen zumeist bei 100 Millionen Euro für Sachschäden und 15 Millionen Euro pro geschädigter Person. Der Versicherungsschutz besteht dabei grundsätzlich auch innerhalb der Europäischen Union – sofern  die Scooter in dem jeweiligen EU-Land auch tatsächlich gefahren werden dürfen.

    • Allianz (München)
    • HUK-Coburg (Coburg)
    • Bayerische (München)
    • HUK-Coburg (Coburg)
    • Itzehoer (Itzehoe)
    • VHV (Hannover)
    • LVM (Münster)
    • Wertgarantie (Hannover)
    • Signal Iduna (Dortmund)
    • Württembergische (Stuttgart)
    • Zurich (Bonn)

Allianz

Die Allianz berechnet für E Scooter Versicherung über 23 Jahren 54 Euro, unter 23 Jahren 86 Euro (nur Haftpflicht).

Bayerische Versicherung

Die Kosten für die Haftpflichtversicherung beginnen ab 27,48 Euro im Jahr. Die Police der Bayerischen sichert Fahrer bis zu einer Versicherungssumme von 100 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ab. Per optionaler Kaskoversicherung können Besitzer ihren E-Scooter zusätzlich gegen den Diebstahl von Fahrzeugteilen absichern. 

HUK Coburg

Die HUK-Coburg bietet sowohl eine Kfz-Haftpflichtversicherung als auch eine Teilkaskoversicherung an (ersetzt Schäden z.B. durch Diebstahl, Raub oder Brand, Selbstbehalt in Höhe von 150 Euro). Bis zum Alter von 23 Jahren kostet die Kfz-Haftpflichtversicherung aktuell 29 Euro/ Jahr, ab 23 Jahren nur 19 Euro/Jahr. Die Teilkasko kostet für Fahrer bis 23 Jahre bei 19 Euro, ab 23 Jahren bei 16 Euro.

Württembergische Versicherung

Die Württembergische bietet beim Versicherungsschutz eine taggenaue Abrechnung. Zudem sollen bei der Kfz-Haftpflichtversicherung Personen-, Sach- und Vermögensschäden bis zu einer Summe von 100 Millionen Euro abgesichert werden.  Zu den Kosten wurden noch keine Angaben gemacht.

Itzehoer Versicherung

Die Haftpflichtversicherung kostet 35 Euro. Für 16 Euro zusätzlich kann außerdem eine Teilkasko abgeschlossen werden, die auch den Ersatz bei Diebstahl deckt. Die 2019-er-Plakette ist bis einschließlich Februar 2020 gültig.

LVM 

Die LVM berechnet für E Scooter Versicherung über 23 Jahren und unter 23 Jahren einheitlich 29 Euro (nur Haftpflicht). Die Teilkasko kostet 39 Euro. Liegt die Laufzeit unter einem Jahr, reduziert sich der Jahresbeitrag anteilig. 

VHV Versicherung

Die VHV berechnet für E Scooter Versicherung über 23 Jahren 40 Euro, unter 23 Jahren 140 Euro (nur Haftpflicht).

Zurich Versicherung

Die Zurich war erster Versicherer von zwei vorab zugelassenen Scooter-Modellen. Neben der Kfz-Haftpflichtversicherung bietet Zurich eine Kaskoversicherung für E-Scooter an, die beispielsweise Diebstahl, Vandalismus oder Elektronik-Schäden versichert. Die Kosten dafür wurden auf Anfrage nicht mitgeteilt.

Straßenzulassung, Betriebserlaubnis, Ausstattung, Strafen: Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um das neue Gesetz zu E-Scootern. 

Was gilt als E-Scooter?

Als E-Scooter gelten als sogenannte Elektrokleinstfahrzeuge, die ähnlich wie ein Mofa mit bis zu 20 km/h auf Radwegen und Straßen gefahren werden dürfen. Bis 15. Juni waren Fahrzeuge dieser Art in Deutschland bislang nicht zugelassen – außer der «X2City» von BMW und der «Metz Moover». Für beide Modelle hatte das Kraftfahrtbundesamt eine Sondergenehmigung erteilt,  die Versicherung dafür wurde von der Zurich gestellt.

Welche Voraussetzungen müssen E-Scooter erfüllen?

Um auf öffentlichen Straßen gefahren werden zu dürfen, müssen die E-Scooter die Voraussetzungen aus der Verordnung erfüllen, zum Beispiel zwei voneinander unabhängige Bremsen sowie Licht. Ob ein E-Scooter eine solche Straßenzulassung besitzt und damit eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE), können Käufer am Typenschild erkennen. Auf diesem Schild sind die Fahrzeugart „Elektrokleinstfahrzeug“ und die Fahrzeugidentifikationsnummer ausgewiesen. Die Fahrzeugidentifikationsnummer ist notwendig, um eine Versicherung zu beantragen. 

Wie wird die Versicherung nachgewiesen?

Von der jeweiligen Versicherung erhält der Besitzer eine selbstklebende Versicherungsplakette. Sie muss auf dem E-Scooter angebracht werden und belegt bei einer Kontrolle, dass er versichert ist. Wer ohne eine gültige Plakette der Versicherung auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen unterwegs ist, muss mit einer Strafe wegen Verstoß gegen das Versicherungspflichtgesetz (PflVG ) rechnen. Das ist in Paragraf 6 geregelt:

(1) Wer ein Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen gebraucht oder den Gebrauch gestattet, obwohl für das Fahrzeug der nach § 1 erforderliche Haftpflichtversicherungsvertrag nicht oder nicht mehr besteht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.(2) Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bis zu einhundertachtzig Tagessätzen.(3) Ist die Tat vorsätzlich begangen worden, so kann das Fahrzeug eingezogen werden, wenn es dem Täter oder Teilnehmer zur Zeit der Entscheidung gehört.

Fehlt der Versicherungsschutz, wird zwar einem Geschädigten von der Versicherungswirtschaft geholfen; die Kosten z.B. für Arztbehandlungen werden jedoch vom Fahrer des unversicherten E-Scooter zurückgefordert.

Mindestalter, Führerschein, Helm, Alkohol

Das Mindestalter für das Fahren mit einem Elektro-Tretroller liegt bei 14 Jahren. Ein Führerschein ist nicht nötig. Eine Helmpflicht gibt es ebenfalls nicht – es ist aber empfehlenswert, sich mit einem Helm zu schützen.Für Fahrer gelten die selben Alkoholgrenzwerte wie für Autofahrer.

Mit dem E-Scooter auf dem Gehweg?

Anders als ursprünglich geplant, sind Gehwege grundsätzlich untersagt – es sei denn, ein Verkehrszeichen gibt den Gehweg ausdrücklich für E-Scooter frei. Zugelassen sind die E-Scooter auf Radwegen und Radfahrstreifen. Gibt es keine Radweg, muss die Straße benutzt werden. Wer auf dem Gehweg rollert, riskiert zwischen 15 und 30 Euro Bußgeld.

Wie fährt sich ein E-Scooter? Dieses Video macht Lust auf die neuen Roller

Haben Sie sonstige Fragen zum E Scooter und Versicherungen? Dann schreiben Sie es mir in den Kommentaren.

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