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Sparerfreibeträge: Niedrigere Freigrenze für steuerfreie Kapitalerträge

Zuletzt aktualisiert: 4. Januar 2013

Im Gegenzug zu den beschlossenen Steuersenkungen werden Millionen Haushalte vom Fiskus geschröpft. Ein Beispiel ist die Senkung des Sparerfreibetrages. Sparer müssen künftig bei weniger Zinserträgen als bisher Steuern zahlen.

Seit Jahresbeginn gelten um rund 12 Prozent reduzierte Sparerfreibeträge: Für Alleinstehende sinkt der Betrag von 1.550 auf 1.370 Euro und für Verheiratete von 3.100 auf 2.740 Euro. Hinzu kommt unverändert eine Werbungskosten-Pauschale von 51 Euro für Alleinstehende und 102 Euro für Eheleute. Damit liegt der maximale Sparerfreibetrag für Singles bei 1.421 Euro (vorher 1.601 Euro) und 2.842 Euro (bisher 3202 Euro) für Paare.

Wer seiner Hausbank nur einen einzigen Freistellungsauftrag erteilt hat, muss nichts unternehmen. Überschreitet der bestehende Auftrag die neuen Höchstgrenzen, kürzt die Bank den Betrag automatisch. Wer allerdings seinen Sparerfreibetrag auf verschiedene Banken verteilt hat, muss sich selbst kümmern und die Aufteilung genau überprüfen. Die einzelnen Freistellungsaufträge sollte er so ändern, dass der neue Maximalbetrag nicht überschritten wird.

Wie schnell das passieren kann, zeigt folgende Beispielrechnung: Ein Sparer hat 50.000 Euro bei zu einem Zinssatz von drei Prozent angelegt. Nach einem Jahr hat er Zinseinnahmen von insgesamt 1.500 Euro. Damit überschreitet er bereits den neuen Freibetrag für Singles von 1.421 Euro. Im Vorjahr hätte er noch unter dem zulässigen Höchstbetrag von 1.601 Euro gelegen. Wie viel Geld je nach Zins noch steuerfrei angelegt werden kann, zeigt die Berechnung von FINTEXT (s. Tabelle).

Noch härter trifft es Käufer der beliebten Bundesschatzbriefe. Ein Ehepaar, das 2005 das Rentenalter erreicht und vorsorglich seinen Lebensabend aufbessern wollte, kaufte 1997 für 15.000 DM (7.670 Euro) Bundesschatzbriefe Typ B (Ausgabe 1997/8, mit Zinsansammlung, Rendite nach 6 Jahren 4,91 Prozent). Statt sich nach dem sechsten Jahr über einen satten Zinsgewinn von 2.970 Euro freuen zu können, liegen sie damit über dem Sparerfreibetrag und müssen auf 230 Euro Steuern an den Fiskus Zahlen. Im Jahr zuvor wären sie mit diesen Zinsen noch unter der Freigrenze von 3.100 Euro für Ehepaare geblieben. Allerdings lassen sich Bundesschatzbriefe nach einem Jahr Laufzeit bereits kündigen.



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