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Widerrufsrecht 2014: Die Änderungen ab 13. Juni

Zuletzt aktualisiert: 27. Mai 2014

Beim Widerrufsrecht im Fernabsatz (z.B. Onlinekauf) gibt es Änderungen, und zwar aufgrund der Vereinheitlichung der Verbraucherrechte in Europa. Was ab 13. Juni 2014 neu sein wird, erläutert ARAG Rechtsschutzversicherung, Düsseldorf, sowie die Verbraucherzentrale Thüringen.

Das 14-tägige Widerrufsrecht bleibt, jedoch müssen Verbraucher den Widerruf in Zukunft ausdrücklich erklären. Das bloße Zurücksenden der Ware reicht dafür nicht aus. Derzeit genügt noch die alleinige Rücksendung der Ware für eine Widerrufserklärung. Widerrufen kann man entweder per Post, Fax, E-Mail oder über ein Widerrufsformular, das der Händler der gelieferten Ware beigelegt hat. Eine Begründung ist nicht erforderlich, aus Nachweisgründen ist am besten ein Widerruf per Einwurf-Einschreiben oder Fax.

14-Tage-Frist für Rücküberweisung nach Widerruf

Manche Händler stellen auch auf ihrer Internetseite ein solches Formular zur Verfügung. Der Händler hat nach Erhalt des Widerrufes 14 Tage Zeit, (früher waren es 30 Tage) das bereits gezahlte Geld an den Kunden zurückzuüberweisen, allerdings erst nachdem er die Ware vom Verbraucher zurückerhalten hat. Der Verbraucher hat ebenfalls 14 Tage Zeit, die Ware zurückzusenden.

Auf Widerrufs-Infos und Kosten auch in den AGBs achten

Bislang kann der Unternehmer dem Verbraucher die Kosten für die Rücksendung der Ware nur dann vertraglich im Rahmen einer Kostentragungsvereinbarung auferlegen, wenn der Preis der zurückzusendenden Ware nicht mehr als 40,00 Euro betrug. Die Rücksendekosten bei Ausübung des Widerrufsrechts sind – unabhängig vom Warenwert – künftig vom Verbraucher zu tragen, wenn der Händler über diese Rechtsfolge belehrt hat.

Vor Aufgabe einer Bestellung sollten sich Verbraucher auf jeden Fall über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Online-Händlers informieren, rät Ralf Reichertz, Rechtsexperte der Verbraucherzentrale Thüringen e.V. Dies sei deshalb wichtig, weil die Unternehmen künftig nicht mehr deutlich hervorgehoben eine Widerrufsbelehrung erteilen müssen, sondern sich die Informationen in den Geschäftsbedingungen befinden können. Auch sollten sämtliche Schreiben, die der Bestellung bei Lieferung beiliegen, genau studiert werden.



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